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Haimar ist ein Ortsteil der Stadt Sehnde, südöstlich von Hannover. Um 800 setzte die Besiedlung des Gebiets um Haimar mit fränkischen Kolonisten und der Zugehörigkeit zum Großen Freien ein. Das älteste erhaltene Dokument, das Haimar erwähnt, stammt aus dem Jahr 1117. Zu dieser Zeit siedelte Graf Adalbert von Haimar nach Wernigerode über, dessen Familie 1429 erlosch. Vermutlich wurde er von Heinrich V. im Harz mit Ländereien belehnt. 1512 fiel Haimar als Ort innerhalb der Amtsvogtei Ilten an das Fürstentum Lüneburg und litt erheblich in der Zeit der Hildesheimer Stiftsfehde. 1534 setzte die Reformation in Haimar ein.
Kirchlich gehörte die Siedlung Haimar anfangs zum Nachbarort Evern. Bereits um 1160 kam der Pfarrsitz nach Haimar und um 1200 entstand ein romanischer Kirchenbau. Das Kirchenpatronat hatten die Grafen von Wernigerode inne. 1540 kam es vom Haus Rethmar der Familie von Rutenberg wahrgenommen. Der ursprüngliche Kirchenbau veränderte sich über die Jahrhunderte oft. Dafür waren Umbauten, Sturmschäden und Blitzeinschläge verantwortlich. Während des Dreißigjährigen Krieges erlitt das Inventar Plünderungen. Ab 1660 kam es zu umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Da die kleine Kirche im 18. Jahrhundert zu klein wurde, errichtete man zwischen 1784-1788 die heutige barocke Saalkirche St. Ulrich. Der dreistöckige Westturm diente früher der Orientierung für Reisende in der baumarmen Landschaft. Die barocke Innenraumgestaltung der Kirche ist noch heute vorhanden. Zur Kirchengemeinde Haimar gehören noch die Dörfer Dolgen und Evern. Die Kirchengemeinde Haimar ist mit der Kirchengemeinde Rethmar pfarramtlich verbunden. Der gemeinsame Pastor der beiden Kirchengemeinden hat seinen Wohnsitz in Rethmar. Mehr im Wikipedia-Artikel
Haimar. 1
K09 - Ev. Kirche St. Ulrich
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